EPDM und Reifengummigranulat

Was ist der Unterschied zwischen den beiden bekanntesten Gummisorten, die zur Herstellung von Gummigranulatplatten genutzt werden? Reifengummigranulat (aus recycelten Gummireifen) hat gute stoßdämpfende Eigenschaften und ist günstiger und leichter zu bekommen, weshalb die meisten Fallschutzplatten daraus hergestellt werden. EPDM-Gummi, andererseits, ist qualitativ hochwertiger und langlebiger, weshalb es vor allem dort genutzt wird, wo der Bodenbelag hohen Anforderungen ausgesetzt ist (Ställe, Restaurants).

EPDM Gummi

EPDM steht für Ethylen-Propylen-Dien-Monomer und wird auch technischer Gummi genannt, da dieser moderne Gummityp vornehmlich an Orten mit hohen technischen Anforderungen genutzt wird. Im täglichen Leben wird er beispielsweise in Dichtungen zur Versiegelung von Fenstern, Türen und in der Autoindustrie verwendet. EPDM verrottet nicht und ist dauerhaft UV-beständig, es ist außerdem geruchlos und rußt nicht.

Bodenbeläge aus EPDM sind sehr langlebig und werden daher für Balkone und Terrassen ebenso wie für Biergärten empfohlen. Der Gummi ist chemisch neutral, daher können diese Terrassenplatten auch auf Folie und Dachbahnen verlegt werden. Die Elastikfliesen aus EPDM sind außerdem resistent gegenüber Chlorwasser und Urin, was sie vor allem in Schwimmbädern und in Ställen zum vorteilhaftesten Bodenbelag macht.

Bei WARCO sind die meisten Terrassen- und Balkonbodenbeläge aus reinem EPDM-Granulat hergestellt. Es wird außerdem auch zur Herstellung von Stallmatten für Pferde (in Kombination mit Reifengranulat und Gummifasern) genutzt.

Reifengummi

Ein Autoreifen besteht aus vielen unterschiedlichen Gummisorten, größtenteils aus Naturalkautschuk und Styrol-Butadien-Kautschuk (NR/SBR). Ist der Reifen nicht mehr nutzbar, wird ein Teil davon geschreddert und zu reinem Gummigranulat gemacht. Aus diesem Granulat stellt WARCO seine Fallschutzplatten und Ballspielmatten. Dieses Granulat hat sehr gute sturz- und stoßdämpfende Eigenschaften. Natürlich können auch die Fallschutzplatten als Terrassenboden genutzt werden und umgekehrt sind auch EPDM-Platten stoßdämpfend und können auf Spiel- oder Sportplätzen genutzt werden.

Bodenplatten aus Reifengranulat halten sich etwa 10 bis 15 Jahre, sie sind nur teilweise UV-beständig (die Farben können verblassen) und werden mit der Zeit spröde. Der typische Gummigeruch verschwindet übrigens sehr schnell nach der Verlegung.

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